Wochenende


…ist leider schon vorbei. Wie der Blitz ist schon Sonntag abend und ich wollte eigentlich noch so viele Dinge machen. Hier einen kleinen Rückblick über unser Wochenende zu geben ist das letzte, was ich tue und dann freue ich mich auf mein Bett :-)

Freitag haben wir einen großen Spaziergang durch Amsterdams Ausgehmeilen gemacht. Besonders bekannt für Cafes, Bars und Clubs sind hier die Umgebung des Leitsepleins und des Rembrandtpleins.

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Die meisten Leute reisen mit dem Fahrrad an, is ja klar. Nur abends ist es ein besonders amüsanter Anblick so viele schick gemachte Frauen mit seeehr hochhackigen Schuhen fahren zu sehen. Wir beobachteten eine Szene, bei der einer Frau der Absatz ihres Schuhes beim Fahrradfahren abgebrochen ist. Passiert bestimmt öfter hier ;-)

Genau so wie hier im Schnitt jeden Tag ein Auto in eine Gracht rollt. Dabei hat die Stadt extra an den Ufern überall kleine Metallgeländer installiert, die genau das verhindern sollen. Interessant ist auch der Grund, weshalb die Häuser an den Grachten alle so schön romantisch schmal sind. Früher gab es eine Steuer auf diese Häuser, die sich nach ihrer Breite am Ufer bemessen hat. Klar, dass dann jeder versucht hat ein möglichst schmales Haus zu bauen! Alte Häuser hier haben außerdem an ihrem Giebel eine Vorrichtung für einen Seilzug. Den seht ihr auf dem nächsten Foto. Er ist unerlässlich für Umzüge. Dadurch, dass die Häuser alle so schmal sind, sind die Treppen nämlich zu eng um Möbel hoch zu tragen.

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Das und noch viel mehr erfährt man übrigens während einer einstündigen Bootfahrt durch Amsterdam!

Wir haben aber auch wieder die Stadt zu Fuß erkundet und kennen uns sogar schon ohne Karte so gut aus, dass wir uns selbst nicht mehr verlaufen und schon mehreren Touristen den Weg erklären konnten :-) Wir haben Stunden damit zugebracht, den Waterloopleinmarkt und den Blumenmarkt zu erkunden. Der Markt am Waterlooplein ist der bekannteste Markt in Amsterdam und eine schöne Mischung aus neuem und Gebrauchtem und bietet Kleider, Schmuck, Kissen, Decken, Fahrräder, Fahrradzubehör, Antiquitäten, Bücher, DVDs und sogar Elektronik. Der Blumenmarkt ist der einzige auf dem Wasser treibende Blumenmarkt der Welt. Wie der Name schon sagt, sind dort Blumen erhältlich, Kakteen und vor allem auch Blumenzwiebeln. Amsterdam hat über 10 permanente Märkte und dazu noch viele Wochenmärkte. Schaut euch diese Märkte unbedingt an wenn ihr mal in Amsterdam seid!!

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Unser Weg führte uns auch an der Heineken-Brauerei vorbei. Man kann dort anscheinend interessante, mit Bierproben bereichterte Führungen machen und es soll dort auch eine Bar und ein Tanzlokal geben. Ein Besuch dort ist quasi schon in Planung!

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Krump dance


Großes Lob an die Shoppingmeile Amsterdams. Es gibt so ziemlich für alles einen eigenen Laden – Cowboystiefel, Seife, Süßigkeiten, Hüte – und hinter jeder Ecke warten neue ausgefallene Dinge. Natürlich gibt’s auch die selben Ketten wie in Deutschland, allen voran der H&M. Diese alten Bekannten halten sich zwischen all den für uns unbekannten kleinen Shops aber sehr im Hintergrund.

Wir sind dort gar kein Geld losgeworden (!!!). Eigentlich waren wir nämlich auch eher auf der Durchreise zum Eszteca Noya Tanzstudio. Nicky hat das ausfindig gemacht und den Krump Dance Kurs heute belegt. Ich durfte als Zuschauerin staunend dabeisitzen und Bewegungen, die ich bisher nur in schlecht von Straßenproleten kannte auch mal in gut, exakt und richtig trainiert sehen! Super Schüler und vor allem ein spitzenmäßiger Lehrer! Das macht richtig Lust auch wieder zu tanzen…vielleicht bin ich am Montag auch mit dabei.



Nicht vergessen…


…bitte beim Fahrrad fahren nicht Zeitung lesen!

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Coffeeshops, Rotlicht und Touristen


Die ersten Tage haben wir hier kaum einen Coffeeshop gesehen. Darüber war ich sehr verwundert, denn Bekannte und sogar Arbeitskollegen in Deutschland haben darauf angespielt und uns vorgewarnt. Es drängte sich mir schon die Frage auf, ob es einfach nur ein Vorurteil ist, Amsterdam sofort mit Coffeshops zu verbinden. Schließlich ist Deutschland in der Vorstellung der Amerikaner auch voller Hofbräuhäuser und jodelnden Lederhos’nträgern.

Heute Abend konnte ich diese Frage dann aber getrost wieder verwerfen. Man muss nur in die richtigen oder vielleicht auch falschen Straßen finden – die Oude Hogstraat zum Beispiel – und ein Coffeeshop reiht sich an den anderen. Unübersehbar. Wenn man die Augen schließt sind sie sogar unüberriechbar.

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Die nächste Straße führte uns ein Mal durch den Red Light District. Das ist in Amsterdam eine Sehenswürdigkeit. Dementsprechend viele Touristen und Busreisegruppen wälzen sich dort an Schaufenstern vorbei in denen rot angestrahlte, junge und meist schlanke Frauen in Unterwäsche zu sehen sind. Dazwischen verteilen sich ein paar bunt beleuchtete Sexshops, Table Dance Clubs, Spielcasinos, Bierkneipen und Kinos mit einschlägigem Programm.

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Für alle, die in diesem Geschäft selbstständig machen möchten: Es sind noch Fenster mit Klimaanlage frei!

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Die Amsterdamer


…sind unglaublich sympathische Menschen. Die Kollegen im Büro sind alle total nett und arbeiten sehr motiviert. Die Stimmung ist locker, aufgeschlossen und lustig…ich weiß von niemandem genau das Alter, aber fast alle schätze ich auf unter 40. Außerdem ist die Truppe multikulturell. Spanier, Inder, Chinesen, Ungaren, Araber, Niederländer, Deutsche ;-) und weitere Nationen sind vertreten. Geauso sieht es auch auf den Straßen Amsterdams aus. Ein bunter Mix der ganzen Welt ist unterwegs und lebt – so ist mein Eindruck – sehr friedlich miteinander. Die Menschen hier sind hilfsbereiter, toleranter und rücksichtsvoller. Zumindest wenn man von den vielen Kamikaze-Fahrradfahrern absieht, die von allen Seiten auf einen zu rasen und ein mal klingeln ohne daran zu denken, dass sie auch eine Bremse haben. Wer die Klingel nicht hört und nicht sofort zur Seite springt wird wahrscheinlich überfahren. Wenn die Fahrradfahrer nicht gerade fahren sind sie aber auch super drauf. Wir haben heute auf dem Heimweg einen davon an der Metro getroffen und ihm erzählt, dass wir mangels Kleingeld kein Ticket lösen können. Kurzerhand hat er dann für uns auf seiner Streifenkarte auch noch gestempelt und uns zu der Fahrt eingeladen. ‘I had a very good day’ war seine Begründung dafür :-) Er war außerdem ein lebender Reiseführer und hat uns die ganze Fahrt über Kneipen, Discos und andere Orte aufgeschrieben, die wir besuchen sollen. Am Freitag geht’s los!

Die Stimmung in der Stadt ist für mich etwas ganz neues und besonderes. Im Gegensatz zu Stuttgart ist sie in vielerlei Hinsicht toleranter, offener und ehrlicher. Nicht nur die vielseitigkeit der Nationalitäten, sondern auch das Stadtbild trägt dazu bei. Es werden keine glänzenden Fassaden aufgebaut und glattpoliert sondern alles ist urig, alternativ, geschmackvoll, verratzt – wie es eben ist – und voller Baustellen. Wenn eben gerade Mülltag ist, dann liegt halt auf der Haupt-Touristenstraße alle 50 Meter ein Berg blauer Müllsäcke. Was in Stuttgart auf der Königsstraße undenkbar ist stört hier niemanden und keiner regt sich auf. Es ist gut so. Die Kneipen haben nicht nur klinisch steril wirkende, schicke bis geschmacklose Einrichtungen sondern sind gemütlich und ebenso individuell wie Amsterdams Bewohner. Geleistet haben wir uns noch keinen Kneipenbesuch. Die Preise sind hier nämlich schon im Supermarkt äußerst ungemütlich!
Zum Schluss noch was zum Lachen – für unsere Monatsfahrkarte mussten wir heute Passfotos am Automaten machen. Das war echt witzig – sitze da so ganz konzentriert in dieser Kabine, schau mich live auf dem Bildschirm an und versuche mein schönstes Gesicht einzufrieren um in 5…4…3…2…Sekunden genau so fotografiert zu werden. Das hätte bestimmt auch geklappt, wenn die Automatenfrau mir nicht eine Sekunde vor dem Auslösen plötzlich auf holländisch gesagt hätte, dass ich jetzt lachen soll (zumindest habe ich das so verstanden). Natürlich hab ich dann auch noch versucht mein Lachen zu verkneifen als das Foto gemacht wurde und vor lauter Schreck wie ich aussehe habe ich dann die große grüne Taste gedrück, die den Druck der Fotos auslöst und nicht wie ich wollte ein weiteres Foto einleitet. Tja, das Ergebnis lässt sich echt sehen. Feinstes Fotopapier, perfekter Weißabgleich und ausgewogene Farben…für jeden Schaffner der uns kontrollieren wird ein Augenschmaus!

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Baby breaker


Schaut euch den Kleinen an – hat noch Windeln an aber macht den Großen schon Konkurrenz!